Geschichte von Karlsbad
Im Westen Böhmens, mitten im Herzen Europas, irgendwo zwischen Erzgebirge und Kaiserwald (Slavkovský les) jagte im 14. Jhd. der böhmische König Karel IV. oft und gern durch die hiesigen tiefen Wälder. Dabei entdeckte sein Gefolge der Legende nach durch Zufall eine heiße Quelle, welcher der Kaiser bald darauf heilende Kräfte zuschrieb. Kein Wunder – hatte er sich doch am eigenen Körper von ihrer Heilkraft überzeugen können: Eine Verletzung, die er sich am Bein zugezogen hatte, verheilte dank des Wassers überraschend schnell. Der Legende nach ließ er daraufhin rund um diese Wunderquelle die blühende Stadt errichten, die heute dank ihrer Heilquellen weit über die Grenzen Tschechiens hinaus berühmt ist.
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Legende über die Gründung von Karlsbad
Einer der ersten, der die älteste Karlsbader Sage über die Entdeckung des Sprudels durch Karl IV. aufzeichnete, war der aus Karlsbad gebürtige Renaissancearzt Dr. Fabian Sommer. In seinem Buch über den Genuss der Karlsbader Quellen aus dem Jahre 1571 gibt er die Legende wie folgt wieder:
„Es ist überliefert, dass Karl IV. einst eine Jagdexpedition in die Wälder der hiesigen gebirgigen Gegend und ihre Täler unternahm, in denen heute heiße Quellen sprudeln. Damals wimmelte es hier regelrecht von Wild. Bei der Jagd setzte einer seiner Jugendhunde einem Stück Wild nach. Bei der Hatz fiel er aber in einen Tümpel, aus dem heißes Wasser sprudelte. Der Hund begann laut zu jaulen.
Die Jäger, die das klägliche Jaulen des Hundes hörten, eilten schnell herbei – in der Annahme, er sei von dem verfolgten Wild verletzt worden. Der Anblick, der sich ihnen jedoch bot, überraschte sie sehr. Sie traten näher, zogen den Hund aus dem Tümpel und kosteten selbst das heiße Wasser, das den Hund so sehr erschreckt hatte.
Kaiser Karl IV., der sofort über dieses Ereignis unterrichtet worden war, begab sich mit seinem zahlreichen Gefolge an diese Stelle, um das ungewöhnliche Werk der Natur mit eigenen Augen zu sehen. In Anwesenheit seiner Ärzte bemerkte der weise Monarch, dass dieses heiße Wasser sicher viele schwere Leiden bannen könne und deshalb sehr nützlich und stärkend sei. Danach soll er das Wasser selbst ausprobiert haben (an seinem verletzten Bein), wobei er schnell Linderung und Besserung verspürte. Der Herrscher frohlockte und ordnete bald darauf an, dass dieser Ort besiedelt werden soll, indem rings um die Quelle Häuser gebaut werden.












